Samstag, 17. Januar
Pünktliche Anreise ohne besondere Ereignisse. Übernahme des SEAT Arona. Fahrt nach El Médano und Treffen mit Marike.
Weiterfahrt nach Puerto de la Cruz. Unterwegs Nebel und Regen, auch bei unserer Ankunft.
Checkin ins angebliche 5-Sterne-Hotel Gran Hotel Taoro. Alle sehr freundlich. Hotel wirkt irgendwie unfertig. Das Zimmer ist sehr klein, unmöglich für zwei Personen Gepäck für eine Woche unterzubringen, kein Balkon, dafür ein beeindruckender Deckenventilator, der aber mangels Fernbedienung nicht funktioniert.


Essen im hauseigenen Möchtegern-Sterne-Restaurant. Mikroportionen, geschmacklich ok, aber nichts Besonderes. Getränkepreise exorbitant.
Sonntag, 18. Januar
Vieles scheint noch nicht fertig im neu wiedereröffneten Hotel. Die beheizten Außenpools sind aber grandios. Frühstück teils Buffet teils Service. Ok, aber schon oft viel Besseres erlebt.







Besichtigung von Puerto de la Cruz soweit es Nieselregen, starker Regen und sehr starke Regengüsse zulassen. Immerhin finden wir ein Ale-Hop. Hotel liegt oben auf dem Berg, so dass wir immerhin zweimal am Tag leichtes Bergtraining machen.
Montag, 19. Januar

Gym ist auch noch nicht fertig, dafür wieder schwimmen im herrlichen Pool, den ich ganz für mich alleine habe.
Zum Frühstück kommt Klimi und anschließend machen wir mit ihr eine Küstenwanderung. Wir haben Wetterglück und bleiben weitgehend trocken. Danach Einkehr in ein Tapas-Restaurant – sehr lecker und reichlich.








Abends sind wir zu bequem auszugehen, außerdem schüttet es wieder.
Dienstag, 20. Januar
Wir freuen uns auf unseren Umzug nach Süden, denn dort ist schönes Wetter. Auch hier im Norden ist es zunächst klar und wir können den Teide sehen.

Über La Orotava (brechend voll, nur Stau) nach La Laguna (genauso voll und auch hier Stau) ins Anaga-Gebirge, um zwei uns empfohlene Aussichtspunkte zu besichtigen. Zum ersten stehen wir ca. 45 Minuten am Berg im Stau (Autos verstopfen die Zufahrt zum Parkplatz) und umkehren können wir nicht, weil die Straße zu schmal ist. Den zweiten lassen wir deshalb aus und fahren direkt weiter nach Costa Adeje. Auch dort erfreut uns auf der Autobahn dichter Verkehr.

Checkin ins Hotel Tivoli La Caleta. Sehr schönes Haus, sieht aus wie Abama Hotel. Schönes großes Zimmer, tolle Pools und passables Sportstudio. Nachmittagssnack in der dortigen Poolbar. Abends laufen wir über die Strandpromenade nach Adeje Centro und erfreuen uns u.a. an weiteren Ale-Hops.
Mittwoch, 21. Januar
Morgens erst mal Gym, dann wollen wir eine Weile den schönen Poolbereich genießen und schwimmen. Marike kommt auch für eine Weile dazu.
Am frühen Abend fahren wir nach El Médano, wo Marike uns zum Abendessen eingeladen hat. Davon aber noch eine Kurzwanderung direkt dort am Strand Richtung Montana Roja. Schön bizarre Landschaft. Überhaupt wirkt El Médano trotz Tourismus noch etwas urtümlicher und nicht ganz so überlaufen. Leckeres Essen bei Klimi.




Donnerstag, 22. Januar
Wir checken aus Tivoli La Caleta aus und fahren zum vereinbarten Treffpunkt mit Marike von wo aus wir zu einer Wanderung starten wollen. Doch zunächst geht es mit dem Auto ein paar sehr steile und schmale Bergsträßchen hoch. Moni betätigt vor lauter Panik unwissentlich den Notruf meines Handys, das in einer Tasche vor ihr auf dem Boden liegt und plötzlich ist Ela am Telefon, die als mein Notfallkontakt automatisch informiert wurde.
Unsere Wanderung führt entlang einer alten Wasserleitung durch weitgehend unberührtes Gelände, allerdings auch zeitweise durch Nebel und nicht gerade warmes Wetter. Schon spannend wie hier innerhalb von ein paar Kilometern die Temperaturen wechseln.



Am Nachmittag checken wir im altbewährten Hovima Hotel for Cool Adults (die coolen sind hier immer noch die Ausnahme) ein, genießen erst mal einen Cava und Abends unser AI-Buffet. Später noch der obligatorische Gang zur Strandpromenade.

Freitag, 23. Januar
Nach dem morgendlichen Training im supertollen neuen Gym holen wir Marike ab und fahren weiter der Küste entlang nach Nordosten. Unsere heutige Wanderung geht durch das Malpaís de Güímar, eine direkt am Meer gelegene Vulkanlandschaft, sehr schön und bizarr. Endlich ist es mal einigermaßen warm.






Mittagssnack in einer Kneipe am Meer in dem Kaff, in dem Marike in frühen Jahren mal auf Dauer zu landen drohte. Wir stellen uns vor wie sie bei der unfreundlichen Bedienung manchmal ausgeholfen hätte.
Es geht weiter zu einer „Geisterstadt“. Außer schädlichem Untergrund für das Auto und ein paar gammeligen Ruinen gibt es da aber nichts Geisterhaftes. Immerhin gibt es noch einen Leuchtturm dort.
Wir bringen Marike zurück nach El Médano und fahren weiter an die Costa Adeje. Am abendlichen Entertainment im Hotel können wir nicht teilnehmen. Es ist höllisch voll und laut und wir nehmen unsere jeweiligen Absacker lieber mit aufs Zimmer.
Samstag, 24. Januar
Moni verweigert weitere Wanderungen, also ist heute Gym, Schwimmen und Hotellife angesagt. Obwohl wir uns keine Liege mit Badetüchern reserviert haben, gibt es noch einen Platz für uns am Pool.
Nachmittags wird es kühler und windig. Da gehen wir dann wieder an der Promenade bummeln.
Sonntag, 25. Januar




Heute geht es schon wieder zurück nach Hause. Nach Spinning, Frühstück und Schwimmen müssen wir bei den Cool Adults auschecken. Wir unternehmen noch einen letzten Bummel über die Strandpromenade und den allerletzten Besuch bei Ale-Hop, dann fahren wir staufrei (da Sonntag) zum Flughafen und geben völlig unkompliziert das Auto ab.

Unser Flug verspätet sich um ca. 45 Minuten. Bei heftigem Schneetreiben landen wir um 23:45 Uhr in Stuttgart. Erst finden wir es noch ganz lustig, dass wir einige Zeit in der Maschine warten müssen bis eine Fluggasttreppe so weit vom Schnee und Eis befreit ist, dass man sie begehen kann. Dass wir aufgrund der Uhrzeit nicht mehr mit Bus oder Bahn nach Hause fahren können, ist uns bewußt. Dass aber kein einziges Taxi am Flughafen bereit steht, ist eine böse Überraschung. Das liegt daran, dass die Stadt Stuttgart wieder einmal vom tagelang angekündigten Schneefall überrascht worden ist und keinerlei Vorsorge getroffen hat, wenigstens die Hauptrouten zu räumen. So dringt schließlich nur alle 10 bis 15 Minuten ein Taxi aus der Innenstadt zum Flughafen vor. Ungefähr 100 Leute – der größte Teil der Passagiere aus der letzten, unseren, Maschine – steht nun Schlange, um ein Taxi zu ergattern. Es ist eiskalt. Zum Glück hatte ich mir in der Früh bei Ale-Hop eine Mütze gekauft.

Nach einer Stunde und 45 Minuten ergattern wir ein Taxi. Es ist überall spiegelglatt, die Filderlinie schneebedeckt und ich bin gottfroh, dass es der Taxifahrer den Riedenberger Buckel hoch schafft. Gegen 1:45 zerre ich meinen Rollenkoffer durch 10 cm Neuschnee zur Haustür. Selten war ich so froh daheim zu sein.

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