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Madeira oder Wasser hat ’nen kleinen Kopf

Am Dienstag, dem 17. März 26, traten wir unsere Golfreise nach Madeira an– entgegen aller Vorhersagen mit der leisen Hoffnung auf Sonne und angenehme Temperaturen. Nach der Landung wurden wir direkt daran erinnert, dass Erwartungen grundsätzlich überbewertet sind: kühl, windig und immer wieder diese feine madeirische „liquid sun“, jede Menge in der Luft schwebendes Wasser.

Die Fahrt zum Hotel verlief ruhig. Am Nachmittag machten Coni und ich einen Spaziergang nach Caniço. Die dortigen Straßen folgen einem klaren Konzept: möglichst steil. Der Ausflug hatte daher nebenbei einen gewissen Trainingscharakter. Positiv hervorzuheben: Es blieb trocken. Das schürte wieder Hoffnungen auf einen trockenen ersten Golftag.

Am Mittwoch spielten wir auf dem Palheiro Golfplatz. Der Platz ist beeindruckend – schöne Ausblicke, viel Abwechslung, sehr gepflegt. Das Wetter ergänzte das Ganze mit Kälte und gelegentlichem Regen, was den sportlichen Anspruch noch einmal unterstrich.

Donnerstag war golf-frei. Stattdessen ging es nach Funchal in den Botanischen Garten. Dieser ist zweifellos sehenswert und verlangt dafür einen Eintrittspreis, der ebenfalls bemerkenswert ist. Die Seilbahnen waren außer Betrieb, was die Planung angenehm übersichtlich machte. Am Nachmittag kehrten wir ins Hotel zurück, wo ein Sturm aufzog, der die Wetterlage der Woche zuverlässig zusammenfasste.

Am Freitag stand Santo da Serra auf dem Programm. Der erste Flight (mit mir!!!) spielte tatsächlich im Trockenen, was innerhalb dieser Reise als Besonderheit gewertet werden darf. Der Platz selbst ist hervorragend – abwechslungsreich, sehr gut gepflegt und landschaftlich eindrucksvoll. Und anstregend – wie auch Palheiro.

Am Samstag unternahmen Coni, Patricia und ich eine Inselrundfahrt. Stationen waren unter anderem Camacha, Santana und Porto da Cruz – allesamt sehr sehenswert. Der Wind war konstant präsent, der Regen hielt sich erfreulicherweise meistens dann zurück, wenn wir außerhalb des Autos waren.

Am Sonntag kehrten wir nach Palheiro zurück. Diesmal mit deutlich mehr Wasser von oben. Nach sechs Bahnen entschieden wir uns, das Spiel zu beenden – eine Entscheidung, die sowohl aus sportlicher als auch aus gesundheitlicher Sicht nachvollziehbar war. Den Nachmittag verbrachten wir im Hotel bei einer Partie Skyjo.

Skyjo mit Apéritiv

Das Hotel selbst entwickelte im Laufe der Woche einen gewissen Charakter: Die Bar war laut, das Unterhaltungsprogramm eigenwillig, die Räume zugig, das Spa eher funktional und das Essen eine interessante Interpretation von Temperatur und Geschmack. Der Außenpool hingegen war tatsächlich sehr schön und blieb damit eine der konstant positiven Erfahrungen.

Am Montag unternahmen wir einen weiteren Versuch auf Santo da Serra. Der Nebel reduzierte die Sicht allerdings auf ein Minimum, sodass sich das Spiel eher theoretisch gestaltete. Stattdessen wichen wir auf eine Strandbar aus, wo sich kurzzeitig die Sonne zeigte – ein Moment mit Seltenheitswert.

Warten auf besseres Wetter
Man beachte die Aufschrift auf dem Bus

Am Dienstag traten wir die Rückreise an. Der Abschied fiel uns überraschend leicht, was sich vermutlich am besten als ehrliches Gesamtfazit dieser wetterbedingt anspruchsvollen, landschaftlich aber durchaus lohnenden Reise interpretieren lässt.

Veröffentlicht in Allgemein

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