Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: was für einen Test braucht man, wo läßt man den machen und wie alt darf er sein? Das Spain Travel Health Formular, welches für die Einreise obligatorisch ist, stellt so manche auch vor Herausforderungen und sei es nur, weil Vor- und Nachname vertauscht sind. Ela kann sich nicht online einchecken… Da wird das Packen fast zur Nebensache. Der bürokratische Aufwand ist höher als bei mehrwöchigen Fernreisen vor Corona.

Mein derzeit wertvollstes Dokument neben dem Impfpaß
Jede Menge Sonnencreme für unsere – nach Wochen schlechten Wetters – schneeweißen Körper ist schon eingepackt.

Mittwoch, 9. Juni

Stuttgart 
München
Klar, wir sind pünktlich am Flughafen, geben unser Gepäck ab, passieren den Security Check und essen am Gate noch ein Kohlrabi, damit wir den Gesichtslappen abnehmen dürfen. Ebenfalls pünktlich besteigen wir die Maschine, um dort zu erfahren, dass vier Gepäckstücke zuviel an Bord sind. Nun wird alles Gepäck wieder ausgeladen und jeder Passagier muss sein Gepäckstück identifizieren. Das dauert jetzt. Ein Mann fragt den Flight Attendant , ob er seinen Koffer auch suchen muss, wenn er gar keinen aufgegeben hat…
Mit gut zwei Stunden Verspätung landen wir schließlich in Palma. Ela ist schon seit geraumer Zeit da. Wir holen unser Auto und beschließen, den Ballermann erst mal auszulassen und düsen direkt an die Ostküste zu unserem Hotel. Unterwegs kaufen wir noch rasch Getränke.
Eine sehr schöne Anlage mit Blick auf die Bucht und leider auch bei Familien mit kleinen Bälgern beliebt. Aber schön 😊







Snack auf der Terrasse
Allzu viel ist nicht mehr los mit uns. Wir essen in unserer Kantine und beschließen den Abend mit Plänen für den nächsten Tag und mehr Alkohol 🍸

Donnerstag, 10. Juni
Ich beginne den Tag mit Yoga am Strand, die anderen zwei mit Pulverkaffee. Nach dem Frühstück gehen wir ins Meer. Das Wasser ist herrlich klar und gar nicht so kalt wie man zunächst meint. Danach gehen wir für eine Weile an den Erwachsenen-Pool.



Moni mit Strandschmuck
Mittags machen wir uns auf die Suche nach einem örtlichen Winzer. Den finden wir zwar nicht, dafür aber eine edle Bodega, wo wir verkosten und ein paar Fläschchen kaufen.





Far de Portocolom
Ein Abstecher nach Portocolom – ein kleines Fischerdorf. Dort nehmen wir an der Strandpromenade ein paar Tapas zu uns und dann geht es zurück ins Hotel.
Nach dem Abendessen machen wir einen Spaziergang ins City Center und stellen fest, dass die meisten Lokalitäten noch geschlossen haben. Theoretisch muss man überall in der Öffentlichkeit Gesichtslappen tragen.
Freitag, 11. Juni
Das große Abenteuer beginnt. Wir gehen Golf spielen im Vall d´ˋ Or Golfclub. Moni spielt ihre erste Runde überhaupt und Manuela das erste Mal 18 Loch auf einem fremden Platz. Um frühzeitig da zu sein, verzichten wir auf das Frühstück und holen uns lediglich ein Sandwich im Supermarkt um die Ecke.
Die Fahrt zum Golfclub dauert nur eine Viertelstunde und wir sind nach 15 Minuten Fahrtzeit da. Wir checken ein und holen unsere Leihschläger. Ich bekomme ein ganz scheußliches Bag in weiß mit rosa, aber die Schläger sind okay. Sogar eine dicke Bertha ist dabei!
Der Platz erweist sich als ziemlich schwierig und sehr anstrengend, zumal es auch sehr warm ist. Keine einzige Bahn ist eben. Wir gehen mit unserem Ziehtrolley permanent auf und ab. Trotzdem schlagen sich Moni und Ela sehr tapfer. Moni verabschiedet sich nach 9 Loch, nicht etwa um Pause zu machen, sondern um auf der Driving Range weitere 80 Bälle zu schlagen. Ela hält bis zur 14 durch und nimmt dann die Abkürzung zum Clubhaus. Ich spiele mit einem netten Ehepaar vom Bodensee zu Ende.
Beide haben sich wirklich super geschlagen. Ich fand es auch ziemlich ansprengend. Ela meinte nachher, es war wohl als hätte man zwei Anfänger auf eine schwarze Piste genommen.
Und – nicht zu vergessen: ein herrlicher Platz!

Auf dem Rückweg kaufen wir noch rasch Getränke ein und ruhen uns dann an Strand und Pool aus, bis zum Abendessen in der Kantine, welches uns nach dem anstrendenden Tag sehr gut schmeckt.
Wir unternehmen noch einen Sundowner Spaziergang zum Strand und begießen den Abend wie immer auf unserer Terrasse.
Samstag 12. Juni 2021
Wie befohlen verhalte ich mich bis 7 Uhr total ruhig. Aber dann wird zum Geburtstagsfrühstück auf dem Balkon mit Kaffee und Saft gerufen.
Nach dem Frühstück fahren wir los zu den Cuevas del Drague (Drachenhöhlen). Das sind wohl die größten Tropfsteinhöhlen Europas. Es ist wirklich sehr beeindruckend. Normalerweise dürfen die Touristen dort auf einem unterirdischen See mit dem Bötchen fahren. Wegen Corona ist das zur Zeit nicht erlaubt. Deswegen lauschen wir nur einem klassischen Konzert.
Nach einer kurzen Kaffeepause fahren wir weiter nach Capdepera. Dort besuchen wir das Castel aus dem 17. Jahrhundert, von wo man eine herrliche Aussicht in alle Richtungen hat.
Nach dem Mittagessen auf der Piazza fahren wir zurück nach Cala d´Or und stürzen uns zur Abkühlung ist Meer.
Zum Geburtstagsabendessen geht es ins Restaurant Maxime am Golfplatz. Dort essen wir ganz lecker auf der Terrasse mit herrlicher Aussicht auf die letzten Bahnen und das Meer.



der gepflegte Raucherbereich 
Sonntag 13. Juni 2021
Wir haben einen Strand- und Pooltag. Da die Sonnenschirme am Erwachsenenpool knapp sind mache ich mich mit Manuela schon um 8 Uhr auf den Weg dahin. Wie ein echter Mallorca Tourist sichern wir uns unsere Plätze für den Tag.




Utensilien 
des Dauer-Poolbesuchers 
Nach ein paar Bahnen im Pool gehen wir zum Frühstück und nehmen danach unseren Platz am Pool ein. Den verlassen wir auch nicht mehr bis zum Abend. Moni und Ela gehen wenigstens noch etwas Mittagessen. Ich bin auch dafür zu faul und lasse mir etwas mitbringen.
Hier wird ein neues Topmodel geboren
Selbstverständlich haben wir uns immer mal wieder kurz erhoben, um im Meer zu baden oder im Pool zu schwimmen.
Irgendwann nach 18 Uhr duschen wir uns und schlendern dann recht leger in die Kantine.
Die Trägheit bleibt heute bei uns, deswegen beschließen wir den Abend mit einer wunderbaren Feuchtigkeitsmaske auf dem Balkon und einem Gläschen Cava.
Wir gehen davon aus, dass wir für unseren morgigen Ausflug mindestens 10 Jahre jünger aussehen.
Gerne möchte ich noch ein paar Worte zu unserem schönen Familienhotel verlieren. Das Motto ist hier „we love families“. Und das merkt man allüberall. Das Hauptverkehrsmittel sind Kinderwagen und in der Kantine sitzt an über 90 % der Tische mindestens ein Balg. Gerne wickelt man die zwischendurch und wenn sie brüllen, einfach T-Shirt hoch, Busen raus und stillen…
Bein Abendessen haben wir immer einen guten Ausblick auf den abendlichen Kindertanz.
Montag, 14. Juni
heute möchten wir uns wieder ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen. Um neun Uhr sitzen wir in unserem Auto und fahren Richtung Inselmitte in ein Dorf namens Caimari. Moni hat einem Reiseführer entnommen, dass es dort montags einen sehenswerten Markt gibt. Als wir dort ankommen und den Markt sehen, staunen wir nicht schlecht. Er besteht aus genau zwei Ständen, einem mit Blumen und dem anderen mit Gemüse. 😂
Dadurch sind wir auf dem Markt schneller fertig als erwartet und fahren weiter in die örtlichen Ölmühle, um Olivenöl und allerlei Krimskrams zu erstehen.
Die nächste Station ist Binissalem, eine kleine Stadt am Fuße des Tramuntana-Gebirges.
Dort ist nicht wirklich was geboten, deshalb machen wir uns auf zu einem bekannten örtlichen Winzer bei Alaro namens Miquel Castell. Durch kleine, schmale Sträßchen fahren wir steil bergauf und werden mit herrlichen Ausblicken belohnt. Sowie einer Mini-Weinprobe für Ela und Moni. Klar, dass wir auch was einkaufen.
Dann geht es zurück ins Tal zur Mittagspause in Alaro.
Endlich geht es meinem persönlichen Highlight entgegen: wir fahren Richtung Palma um den Ballermann zu besichtigen. Das Navi schickt uns dauernd Richtung „Platsch di Palme“. Wir parken direkt vor dem Bierkönig.

Zwar ist am Ballermann dank Corona nur ein Bruchteil dessen los, was sich sonst dort abspielt, trotzdem bin ich fasziniert… wir halten mal rasch unsere Füße ins Meer und bekommen auch gleich ein tolles Angebot von einem Kneipen-Aufreißer: wir sollen in seinem Lokal lecker essen, ein paar Flaschen Wein trinken und dann am Strand schlafen. Davon hab ich ja schon immer geträumt 😂🤪

Bier am Ballermann
Nach unserem Kaltgetränk fahren wir zurück an die Ostküste. Unser Seat Ibiza, so stellen wir fest, schluckt ganz schön viel super plus.
Nach dem Dinner in der Kantine setzen wir uns mit einer Flasche Wein auf die Strandliegen des Nachbarhotels. Allerdings vertreiben uns die Schnaken bald.
Dienstag, 15. Juni
Wieder eile ich frühzeitig an den Adults Only Pool und belege unsere Liegen. Ich vervollständige die Blog-Einträge der letzten Tage und gehe danach zum Morning Yoga.
Nach dem Frühstück spazieren Moni und ich zum Robinson Club Cala Serena, um diesen zu besichtigen. Schon zu dieser frühen Stunde ist es bollenheiss und wir schwitzen trotz der kurzen Strecke.

Der restliche Tag bietet nicht viel Aufregendes. Wir schwimmen, baden und liegen faul in Sonne und Schatten herum. Am Nachmittag muss ich zum Testen für 30 Euro, aber da die uns ja wieder loswerden wollen, verläuft der Test recht entspannt.
Dann geben wir uns am Pool geistigen Getränken hin…
Mittwoch, 16. Juni
So langsam wird es richtig voll hier. Man merkt es in der Kantine, am Pool und am Strand. So passt es ganz gut, dass wir heute abreisen.
Bereits um 7:15 ist am Strand nicht mehr die sonst übliche Ruhe für den Yoga Kurs. Nein, eine Familie hat sich mit Strandmuschel und Kinderwagen bereits ihren Platz am Wasser gesichert.
Fazit: Mallorca ja, aber im im März oder April oder auch wieder im Herbst.
Das Hotel Esmeralda Park ist absolut in Ordnung, trotz der vielen Kinder. Man kann sie, ausser beim Essen, meist vermeiden. Die Anlage sieht ansprechend aus. Unser Appartement war sehr schön, gepflegt, sauber und neu renoviert. Überhaupt nichts auszusetzen. Das Essen ist so lala. Kein Hochgenuss, aber man findet immer was. Die Atmosphäre in der Kantine ist weniger ansprechend.
Die kleine Bucht Cala d‘ Or ist sehr schön, allerdings, wie ich finde, für einen reinen Strandurlaub ungeeignet, da zu klein und zu voll. Das hat uns im übrigen auch am benachbarten Robinson Club nicht gefallen. Die Anlage ist zwar wunderschön, die Cala Serena aber noch kleiner und enger.
Für großartige Unternehmungen wie wandern oder radfahren war es in dieser Woche schon fast zu warm. Deshalb haben wir uns auf Ausflüge, Golf und faulenzen beschränkt. Das war auch mal schön.
Später am Mittwoch
Dieses Mal hatten wir Glück. Unsere Maschine ging pünktlich und war höchstens halb voll. Die Kleinkinder waren offenbar in der fast zeitgleich gestarteten Maschine untergebracht.
Moni und ich gehen noch auf eine leckere Pizza ins La Grazia. Dort darf ich noch einmal meinen Antigen-Test von gestern zeigen. Nun hat sich der auch gelohnt 🙂
Zu guter Letzt: das Wandelröschen
Das habe ich auf Mallorca kennengelernt. Nächstes Jahr möchte ich eines auf dem Balkon haben!



















































































Einen schönen Urlaub wünsch ich
Sieht toll aus! Viel Spaß euch!!